8 gute Gründe für ein Leben ohne Social Media


Was würdest du tun, wenn du 2-3h Zeit zur Verfügung hättest? Und das jeden Tag! Das ist ist die Zeit, die wir durchschnittlich mit unseren Smartphones verbringen- und die meiste davon auf Social Media Plattformen wie Instagram, Facebook oder Snapchat.

8 gute Gründe warum ich kein Social Media nutze

1. Die Zeit… Niemand beschwert sich über mehr Zeit. Ich denke, allen von uns sind spontan Projekte oder Hobbies eingefallen, die wir schon immer mal ausprobieren wollten. Eine neue Sprache lernen, mehr Sport treiben oder einen Blog starten… Das nehmen sich viele von uns vor, doch viel zu oft fehlt die Zeit dafür.

2. Unter Social Media leidet dein Mitgefühl. Den meisten von uns ist klar, dass das was wir in unseren Social Media Feeds sehen auf uns zugeschnitten ist. Komplizierte Algorithmen und personalisierte Suchen sorgen dafür, dass wir nur bestimmte Informationen erhalten.

„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du dich am meisten umgibst.“

Den Satz haben die meisten wahrscheinlich schon öfter gehört, doch genau das Gleiche gilt auch für die Informationen, die wir tagtäglich konsumieren. Sie beeinflussen unsere Sicht auf die Welt. Jedoch fehlt uns oft das Bewusstsein dafür, dass die Menschen um uns herum ganz andere personalisierte Informationen erhalten. Und das sorgt dafür, dass es uns immer schwerer fällt einander zu verstehen.

3. Genieß den Moment anstatt ihn zu fotografieren. Für mich gibt es wirklich nichts Traurigeres als wenn ich in einem Restaurant sitze und zwei Teenager beobachte, wie sie schweigend auf ihr Smartphone schauen. Dann kommt endlich das Essen und das erste was sie tun, ist es zu fotografieren. Dann am liebsten noch ein Selfie und der Abend war ein voller Erfolg…vielleicht für ihren Instagram Account, aber ihre Freundschaft wird sicherlich nicht davon profitieren.

Das Leben besteht aus einer Aneinanderkettung von Momenten. All diese Momente will ich bewusst genießen. Ich will mir diese Momente als Erinnerungen abspeichern und nicht als Fotos. Ich will diese Erinnerungen mit meinen Liebsten teilen und mich daran zurückerinnern, wann immer ich mag. Die Erinnerungen in meinem Kopf sind so viel lebendiger und süßer als die auf den Fotos. Ich kann alle meine Sinne nutzen, kann mir vorstellen wie es gerochen, sich angefühlt oder geschmeckt hat. Deswegen genieße ich den Moment lieber als ihn zu fotografieren.

4. Das ständige Vergleichen. Mehr Follower, mehr Likes, mehr Nachrichten- Social Media ist ein einziger Wettbewerb. Schön und beliebt zu sein und idealerweise damit noch Geld verdienen, davon träumen viele. Doch das ständige Vergleichen hat auch seine Schattenseiten. Nicht nur ein geringeres Selbstwertgefühl, sondern auch ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen können die Folge sein.

Die Anzahl der an Magersucht Erkrankten Jugendlichen hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre mehr als verzehntfacht und es gibt schon einige Studien, die diese erschreckende Statistik mit der auf Social Media Plattformen verbrachten Zeit in Verbindung bringen. Sicher ist das nicht der einzige Faktor, doch sich jeden Tag idealisierte Fotos von Fitnessmodels anzuschauen trägt sicherlich nicht zu einem gesunden Körpergefühl bei.

5. Kein gutes Bild der Realität. Wann postet man ein Foto auf Instagram? Wenn man einen richtig miesen Tag hatte und alles, einfach alles, schief gelaufen ist? – Wohl kaum! Sich dann Fotos von Influencern anzuschauen, die immer perfekt aussehen, immer im Urlaub sind und einfach ihr Leben genießen, liefert uns ein verzerrtes Bild der Realität. Der Job von Influencern besteht darin, solche perfekten Fotos zu produzieren und dahinter steckt viel Arbeit. Und ja, auch diese anscheinend „perfekten“ Menschen haben mal schlechte Tage, sind mal krank und fühlen sich überfordert, doch das zeigt natürlich niemand öffentlich.

6. Photoshop. An dieser Stelle nochmal eine kleine Erinnerung, die jedem bewusst sein sollte: 99% der Fotos auf Instagram und Co. sind bearbeitet. Egal ob Influencer oder Hobby Fotograf, jeder will sich von seiner besten Seite zeigen. Doch das liefert uns ein völlig verdrehtes Schönheitsideal. Das was wir auf Fotos sehen, ist eine Momentaufnahme- mit perfektem Licht, perfekter Pose und wenn es sein muss, wird auch mit Photoshop nachgeholfen.

7. Schütz deine Privatsphäre. Ja, das klingt vielleicht etwas altmodisch, aber ich finde es schön zu wissen, dass nicht jeder meine Partynächte und Bikinifotos öffentlich sehen kann. Ich finde es schön, dass nicht jeder weiß was ich wann wo esse und wann ich mit wem unterwegs bin. Ich finde es schön, einfach ein bisschen Privatsphäre zu haben.

8. Verbring die Zeit lieber mit deinen echten Freunden. Glaubst du, du erinnerst dich später an einen Abend, den du auf Social Media Kanälen verbracht hast? Oder willst du dich lieber an Abende erinnern, an denen du mit Freunden gelacht und bis morgens über Gott und die Welt philosophiert hast? An denen du bis zum Sonnenaufgang getanzt hast, neue Ort entdeckt und Abenteuer erlebt hast? -All diese Erinnerungen werden dir so viel mehr geben als das deine „Facebook-Freunde“ jemals könnten.

Ein Schlusswort. Ich bin mir sicher, dass Social Media auch seine Vorteile hat und dass immer mehr Influencer ihre Plattform für sinnvolle Botschaften nutzen. Ich kann aber mit gutem Gewissen sagen, ich habe noch nie Facebook, Instagram oder Ähnliches genutzt und auch ich habe es überlebt. Nicht nur das, ich bin der Meinung, dass es mir dadurch psychisch deutlich besser geht, ich mich weniger mit Anderen vergleiche und mehr den Moment genießen kann.

Meine Punkte treffen sicherlich nicht auf jeden zu, aber vielleicht bringt es den ein oder anderen dazu, sein Nutzerverhalten zu reflektieren.

Probier es aus! Was hast du schon zu verlieren?

Mein Rat an dich: Probiere mal eine Woche nicht auf deine Social Media Kanäle zu schauen, nichts zu posten und dir anstelle dessen bewusst Zeit für ein lange aufgeschobenes Projekt, ein neues Hobby oder Ähnliches zu nehmen. Beobachte dich selbst und schau wie es dir damit geht. Wenn das zu schwer sein sollte, probiere mal deine Profile „auszumisten“. Schaue bewusst, mit wem du befreundet sein willst und wem du folgen möchtest, ganz nach dem Motto: Qualität vor Quantität.

Viel Erfolg, deine Sophie!

2 Gedanken zu “8 gute Gründe für ein Leben ohne Social Media

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