Psychologie studieren – Alles was du über das Studium wissen solltest

 

Überlegst du auch, Psychologie zu studieren? Vielleicht hast du dich sogar schon eingeschrieben oder bist im ersten Semester und möchtest wissen, was alles auf dich zukommt? Im Folgenden möchte ich meine Erfahrungen sowie einige Tipps mit dir teilen, um dich optimal auf das Studium vorzubereiten.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Formal reicht erstmal ein sehr guter Abischnitt für eine Zulassung. Zudem gibt es aber auch einige weitere sehr sinnvolle Voraussetzungen, die du mit ins Studium bringen solltest. Die Schulfächer, die dir wohl am meisten im Studium helfen werden sind Mathe, Englisch und Biologie (Neuro). Zudem ist es empfehlenswert, Fächer wie Pädagogik, Soziologie oder sogar Psychologie selbst zu wählen falls deine Schule das anbietet.

Neben diesen fachlichen Qualifikationen sind meiner Meinung nach Fähigkeiten wie bspw. das selbstständige Arbeiten, ein gutes Zeitmanagement und viel Disziplin gefragt. Doch der mit Abstand wichtigste Aspekt ist deine Motivation, das du dich für das Fach interessiert und Spaß daran hast, Neues zu lernen. Doch keine Panik! Auch PsychologInnen sind nicht perfekt, niemand erfüllt all diese Merkmale zu 100%.

Hast du Probleme einen Studienplatz bekommen und suchst nach möglichen Alternativen? Dann wäre dieser Beitrag etwas für dich!

 

Welche Inhalte gibt es?

Das Psychologiestudium ist super vielseitig und wenn du dachtest, es geht nur um Depression und Psychosen hast du dich gewaltig geirrt! Die Klinische Psychologie, in der man die verschiedensten psychischen Erkrankungen kennenlernt ist nur ein Teilbereich der Psychologie. Starten tut man in der Regel mit den Grundlagenfächer, dazu zählen Fächer wie bspw. die Allgemeine Psychologie (Wahrnehmung, Kognitionen, Emotionen), die Biologische Psychologie (sehr viel Neuroanatomie), die Sozialpsychologie, die Entwicklungspsychologie und die Differentielle Psychologie (Persönlichkeitsunterschiede, Intelligenz, Genetik).

Später kommen dann anwendungsorientierte Fächer wie bspw. die klinische Kinder- und Jugendpsychologie, die Pädagogische Psychologie und die Arbeits- und Organisationspsychologie. Ein weiterer großer Bestandteil sind die methodischen Fächer, vor allem Statistik und Diagnostik. Basierend auf seinen Interessen und Berufswünschen, hat man später dann meist die Möglichkeit Schwerpunkte zu wählen.

 

Wie groß ist der Leistungsdruck?

Das ist sicherlich sehr subjektiv. Allgemein denke ich, dass der Leistungsdruck größer ist als in anderen Studiengängen. Das hat den einfach Grund, dass es weniger Masterstudienplätze gibt und daher genauso wie beim Bachelor der NC für den Master recht hoch ist. Das hängt sicherlich auch davon ab, an welcher Uni man studieren und welchen Schwerpunkt man wählen möchte.

Trotzdem finde das Klima innerhalb unserer Kohorte sehr angenehm. Glücklicherweise habe ich sehr viele super liebe und hilfsbereite Kommilitonen und  spüre da überhaupt keinen „Konkurrenzdruck“. Da kann ich natürlich wie bei allem anderen auch nur für meine Uni und meine Erfahrungen sprechen.

 

Wieviel Zeit sollte man für das Studium einplanen?

Ein Vollzeit Studium ist theoretisch mit einer normalen Arbeitswoche gleichzusetzen, also einer Stundenzahl von etwa 40h. Davon wirst du aber nur ein geringen Teil in Präsenzveranstaltungen investieren. Das erste Semester waren das an meine Uni etwa 15h (6 Vorlesungen und 4 Seminare, jeweils 90min). Alles was ihr zusätzlich zu dieser Zeit an Vor- und Nachbereitung verbringt, ist euch überlassen. Meiner Erfahrung nach, ist das aber bei den meisten weniger als 25h/Woche. Die am Schreibtisch verbrachte Zeit steigt dann in der Regel relativ schnell an, wenn es Richtung Prüfungsphase geht. Hier sind bei mir 12h-Tage keine Seltenheit.

Alles in allem ist meiner Meinung nach das Psychologiestudium aufwendiger als viele andere Studiengänge, trotzdem ist es machbar. Ich habe zusätzlich zum Studium noch einen Nebenjob, engagiere mich ehrenamtlich, versuche mir diesen Blog aufzubauen und auch ich habe noch Zeit für Freunde und meine Familie. Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch!

 

5 Dinge, die ich vor dem Studium noch nicht wusste!

  • In unseren Vorlesungen sitzen mindestens 70% Mädels.
  • Es gibt weniger Master- als Bachelorstudienplätze, demnach gibt es auch hier wieder einen NC.
  • Es gibt so etwas, dass nennt sich „Versuchspersonenstunden“. Dabei muss man eine gewisse Anzahl an Stunden innerhalb seines Studiums an Experimenten und Befragungen anderer Studierender und Wissenschaftlern teilnehmen. Den Gedanken fand ich zunächst etwas befremdlich, mittlerweile habe ich aber schon an vielen spannenden Experimenten teilgenommen und freue mich sogar darauf.
  • Man bekommt die Möglichkeit, ein echtes menschliches Gehirn zu sehen, anzufassen und daran den Aufbau zu lernen.
  • Unterschiedliche Universität bieten unterschiedliche Schwerpunkte, es macht auf jeden Fall Sinn sich darüber vor Studienstart zu informieren.

 

Mein Fazit

Psychologie ist ein tolles Studienfach und ich würde es jeder Zeit wieder wählen. Wenn du dir noch unsicher bist, ob es auch das Richtige für dich ist, würde ich dir empfehlen einfach mal eine Vorlesung bei deiner Hochschule vor Ort zu besuchen. Die Stundenpläne sind in der Regel öffentlich zugänglich und du kannst dir einfach eine Vorlesung raussuchen, die dich besonders interessiert. Falls du dir schon sicher bist und nur noch auf einen Studienplatz hoffst, wünsche ich dir viel Erfolg!

Deine Sophie!

 

Hast du weitere Fragen zum Psychologiestudium?

Schreib mir gerne: Kontakt@gluecksgedanken.blog

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