Wie du alleine glücklich sein kannst

Verbringst du gerne viel Zeit mit anderen oder bist du lieber alleine? Oder bist du so wie ich: irgendwo dazwischen? Obwohl ich gerne auch mal etwas Zeit für mich habe, fühle ich mich doch oft unwohl bei dem Gedanken, eine längere Zeit alleine zu sein. Kommt dir das bekannt vor? Woran das liegen kann und wie du auch alleine glücklich sein kannst, erzähle ich dir in diesem Artikel.

Photo by Ksenia Chernaya on Pexels.com

Alleinsein oder Einsamkeit?

Bevor wir mit den Tipps anfangen, müssen wir erstmal ein paar Begrifflichkeiten klären. Und zwar gibt es einen Unterschied zwischen alleine sein und einsam sein.

Die Einsamkeit sagt: „Ich bin unzufrieden, traurig, vielleicht sogar wütend und brauche jemanden, um mich wieder gut zu fühlen. Ich will nämlich gar nicht einsam sein, aber die Situation zwingt mich irgendwie dazu.“

Das Alleinsein sagt: „Ich habe gerade niemanden um mich herum und fühle mich toll. Ich bin zufrieden mit mir und brauche niemanden, um glücklich zu sein.“

Also: alleine sein kann etwas ganz wundervolles sein, dir helfen dich besser kennenzulernen und selbstbewusster zu werden. Einsamkeit hingegen ist ein unschönes Gefühl, welches aus einer erzwungenen Situation heraus entsteht. Der erste Schritt ist also dich zu fragen, ob du alleine oder einsam bist? Die folgenden Tipps beziehen sich nämlich erstmal nur auf das Alleinsein.

Der 5 Schritte Plan

  • 1. Sehe allein sein als etwas Positives und lass dich darauf ein.

In unserer Gesellschaft wird Alleinsein oft als etwas Negatives sehen. Was denkst du, wenn du eine Frau alleine in einem Café sitzen siehst? Die meisten von uns denken wahrscheinlich so etwas wie: Oh nein die Arme, hat sie keine Freunde, die mit ihr hier hingehen? Tatsache ist aber, es kann 1000 Gründe haben, warum sie alleine im Café sitzt. Vielleicht ist sie alleine einfach kreativer, achtsamer oder braucht etwas Zeit zum Nachdenken.

Wenn du jetzt verstehen kannst, dass alleine sein nicht bedeutet, dass man einsam ist und keine Freunde hat, hast du schonmal den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Und zwar, eine positive Einstellung gegenüber dem Alleinsein zu entwickeln. Dafür kannst du dir auch eben 2 Minuten Zeit nehmen und überlegen, welche Vorteile es für dich hat öfter mal alleine zu sein?

  • 2. Werde unabhängig

Ein Grund warum viele (vor allem wir Mädels) oft ungerne allein sind, ist dass wir denken, wir würden bestimmte Dinge nicht schaffen. Ich habe zum Beispiel einen schrecklichen Orientierungssinn. Ich weiß nie wo ich hin muss, kann keine Karten lesen und verwechsle ständig links und rechts. Wenn ich also alleine an einem fremden Ort bin, fühle ich mich oft unwohl, aber nicht weil ich alleine bin, sondern weil ich Angst habe, mich zu verlaufen, zu spät zu kommen und am Ende noch jemand Fremdes um Hilfe beten zu müssen (wie schrecklich :D).

Aber ich arbeite dran, denn die Wahrheit ist: wenn du diese Dinge immer jemand anders tun lässt, wirst du nie lernen wie es funktioniert. Also werde unabhängig. Wenn es jemand anders schafft, warum solltest du es nicht auch schaffen?

  • 3. Nutze die Zeit

Alleine sein muss nicht heißen, den ganzen Tag Serien zu schauen. Das wird dich langfristig nicht glücklich machen und dir auch nicht helfen, besser alleine sein zu können. Nutze also deine Zeit! Such dir ein Hobby, welches du auch alleine machen kannst. Geh raus in die Natur und lerne dich selbst besser kennen. Wenn du so Alleinsein mit einer schönen Aktivität verknüpfst, wirst du bald anfangen, dich darauf zu freuen.

Ein paar Ideen, womit du dich in deiner Me-Time beschäftigen kannst:

  • 4. Reflektiere. Wovor hast du wirklich Angst?

Meist ist es gar nicht das Alleinsein wovor wir Angst haben, sondern das was wir damit assoziieren. Dafür bitte ich dich, einmal den folgenden Satzanfang zu lesen und ihn ohne drüber nachzudenken zu vervollständigen.

„Wenn ich alleine bin, bedeutet das…“

Vielleicht denkst du, dass dich dann niemand mag, du weniger wert bist, dir niemand helfen kann oder andere schlecht über dich denken. Es kann aber auch etwas ganz anderes sein. Was auch immer es ist, es zeigt dir die Angst hinter der Angst. Dann kannst du dich fragen, wo diese Angst herkommen könnte und damit weiterarbeiten.

  • 5. Übe das allein sein.

Alleinsein ist wie ein Muskel. Je öfter du ihn trainierst, desto leichter wird es dir fallen. Dein Gehirn wird sich daran gewöhnen und irgendwann anfangen, es zu genießen. Suche dir also immer wieder Zeiten, um bewusst alleine zu sein. Du musst dafür auch nicht alleine wohnen oder eine mehrwöchiger Reise machen, plane einfach ab und zu mal einen Abend ein, an dem du dich bewusst mit dir selbst beschäftigst.

Die richtige Balance

Heißt das, ich soll abends lieber alleine zuhause bleiben als etwas mit meinen Freunden zu unternehmen? Auf keinen Fall! Soziale Kontakte sind so wichtig für deine psychische Gesundheit. Ich will dir nur zeigen, dass es auch Vorteile haben kann, eine gewisse Zeit alleine zu sein. Letztendlich ist es wie bei vielen Dingen: Es kommt auf die richtige Balance an.

Manchmal haben wir aber auch keine Wahl. Corona hat uns alle ein Stück weit dazu gezwungen, wieder mehr alleine zu sein. Und das können wir für uns nutzen. Wir können lernen, mit uns zufrieden zu sein und dass wir niemanden brauchen, der uns glücklich macht. So lernen wir, aus Einsamkeit bewusstes Alleinsein zu machen.

Viel Erfolg, deine Sophie!

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